Der Deutsche Richterbund (DRB) fordert deutliche Verbesserungen bei der Digitalisierung der Justiz. „Performanceprobleme, Systemabstürze und vorübergehende Ausfälle der eingesetzten Programme sorgen bundesweit immer wieder für Frust. Das muss deutlich besser werden,“ sagte DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn der Bild-Zeitung. Die E-Akte der Justiz schöpfe die heutigen technischen Möglichkeiten bei weitem nicht aus. „Sie entspricht in etwa dem technischen Stand von vor 15 Jahren“, sagte er und forderte, die verschiedenen E-Akten-Systeme in Bund und Ländern zu vereinheitlichen und auf den neuesten technischen Stand zu heben. Noch immer würden Hunderttausende Arbeitsstunden pro Jahr in der Justiz aufgewendet, um Schreiben von Klägern, Beklagten oder Behörden einzuscannen und als pdf-Dokumente in die E-Akte einzupflegen. In anderen Fällen müssten USB-Sticks per Post oder Boten geschickt werden, weil größere Videodateien noch immer nicht elektronisch eingereicht werden können. „Das wirkt aus der Zeit gefallen“, so Rebehn.
Über den bundesweiten Umsetzungsstand bei der E-Akte zum Jahresbeginn 2026 berichtet die Deutsche Richterzeitung ausführlich in ihrer kommenden Ausgabe.“
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